Der lange Wahlkampf ist beendet und Barack Obama wird noch einmal vier Jahre an der Spitze stehen. Diese Stabilität wird dem Land wohltun und Obama die Chance geben, wichtige Projekte, allen voran die Gesundheitsreform, zu Ende zu führen.
Gedanken zum Wahlkampf in den USA
Der lange Wahlkampf ist beendet und Barack Obama wird noch einmal vier Jahre an der Spitze stehen. Diese Stabilität wird dem Land wohltun und Obama die Chance geben, wichtige Projekte, allen voran die Gesundheitsreform, zu Ende zu führen.
Bis zum Ende der Woche wird es in der Hälfte aller Staaten möglich sein, auf dem Postweg zu wählen. In Iowa kann man ab 27. September auch im Wahllokal seine Stimme abgeben. Andere Staaten kommen dann nach und nach dazu. (Quelle)
Vor vier Jahren wurden 30% der Stimmen per Briefwahl abgegeben. (Quelle)
Bis zur Wahl am 6. November sind es nur noch einige Wochen. Barack Obama und Mitt Romney bereiten sich derzeit auf den Endspurt im Wahlkampf vor, der am 3. Oktober mit der ersten von drei Fernsehdebatten beginnt.
Allerdings ist in den meisten Staaten die Wahl schon längst entschieden. In den amerikanischen Medien ist dabei oft von red states und blue states die Rede. Als red states werden jene Bundesstaaten bezeichnet, in denen die Republicans bei Wahlen normalerweise eine solide Mehrheit haben, und blue states sind jene, in denen gewöhnlich die Democrats den Sieg erringen und dann alle electoral votes ("Wahlmännerstimmen") des jeweiligen Staates bekommen.
Staaten mit wechselnden Mehrheiten werden als swing states oder battleground states bezeichnet. Auch in diesen Staaten kann man wohl davon ausgehen, dass so kurz vor der Wahl die meisten Leute bereits entschieden haben, wem sie ihre Stimme geben werden.
Da die Mehrheiten dort jedoch so hauchdünn sind, können selbst fünf Prozent unentschlossene Wähler in diesen Staaten am Ende die ganze Wahl entscheiden. Um diese relativ wenigen Wähler buhlen die Kandidaten in den letzten Wochen.
Gegenwärtig liegt Amtsinhaber Barack Obama in den meisten battleground states knapp vorn: In Florida 2 Prozent, in Ohio 1 Prozent, in Pennsylvania 4 Prozent und in Nevada 5 Prozent. Romney liegt in Wisconsin mit 1 Prozent und in Iowa mit 2 Prozent vorn. In Colorado und Virginia sind beide gleichauf. Für New Hampshire gibt es keine aktuellen Umfrageergebnisse. (Quelle: NPR)
Nach der begeisternden Rede von Ex-Präsident Bill Clinton auf dem Parteitag der Demokraten spekulieren die amerikanischen Medien derzeit darüber, ob Hillary Clinton bei der nächsten Wahl antreten wird. Die Ex-Senatorin und jetzige Außenministerin unterlag Barack Obama in den Vorwahlen des Jahres 2008 erst nach einem monatelangen Kampf und hat zahlreiche Anhänger unter den Demokraten und in der Bevölkerung.
Bill Clinton hat zwar offiziell verlauten lassen, dass seine Frau nicht daran denkt, in vier Jahren noch einmal Wahlkampf zu führen, aber glauben tut ihm das niemand so richtig. Hillary Clinton wird im Jahr 2016 zwar 69 Jahre alt sein, aber falls ihre Gesundheit es zulässt, wird sie bestimmt noch einmal antreten, zumal das dann wohl ihre letzte Chance sein wird.
Hier ist meine Vermutung: Hillary Clinton wird im Falle eines Wahlsiegs von Barack Obama nicht wieder als Außenministerin zur Verfügung stehen. Sie wird zunächst Kräfte sammeln, vielleicht ein Buch schreiben und dann nach zwei Jahren den Rufen aus der Partei folgen und ihre Kandidatur erklären. Damit werden die Clintons ausreichend Zeit haben, ein schlagkräftiges Wahlkampfteam zusammen zu stellen und sich finanziell vorzubereiten.
Mitt Romney hat gestern auf dem Parteitag der Republikaner die Nominierung seiner Partei akzeptiert und eine Rede gehalten, die das Wahlvolk mobilisieren sollte. In Erinnerung bleiben wird aber vor allem der merkwürdige Auftritt von Clint Eastwood, der einem leeren Stuhl, auf dem angeblich der (unsichtige) Präsident Obama saß, eine Standpauke gehalten hat: